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Fronleichnam in Oeffingen: Musikalischer Begleiter bei durchwachsenem Wetter
Fronleichnam ist in Oeffingen ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders, der den Ort alljährlich zusammenbringt. Auch in diesem Jahr begleitete der Musikverein Oeffingen die traditionelle Prozession, die an der Christus-König-Kirche begann und durch den geschmückten Ort zu den vier liebevoll gestalteten Altären führte.
Trotz der durchwachsenen Wetterverhältnisse ließen es sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nicht nehmen, an der feierlichen Prozession teilzunehmen. Der Musikverein unterstützte den Zug musikalisch bei den Stationen und sorgte für einen würdigen Rahmen, bevor die Prozession ihren Abschluss in der Christus-König-Kirche fand.
Im Anschluss an den kirchlichen Teil verlagerte sich das Geschehen auf das Gemeindefest auf dem Schulhof der Schillerschule. Hier übernahm der Musikverein die Unterhaltung der Gäste. Über zwei Stunden hinweg gestalteten die Musikerinnen und Musiker ein abwechslungsreiches Programm, das mit einer Mischung aus Blasmusik, traditionellen Märschen und unterhaltsamen modernen Arrangements für eine gute Stimmung unter den Besuchern sorgte.
Neben der Musik bot das Gemeindefest den Raum für den Austausch innerhalb der Gemeinde. Für das leibliche Wohl war wieder einmal bestens gesorgt. Trotz des unbeständigen Wetters war die Veranstaltung gut besucht und unterstrich einmal mehr den Stellenwert solcher Feste für das soziale Miteinander in Oeffingen.
Musik, Marsch und ein bisschen Abenteuer
Ausflug der Musikerinnen und Musiker nach Krispl-Gaißau bleibt unvergesslich
Mit bester Laune, viel Vorfreude und reichlich Proviant machten sich unsere Musikerinnen und Musiker am 15. Mai mit Anhang auf den Weg ins österreichische Krispl-Gaißau. Rund 400 Kilometer lagen vor der Reisegruppe - souverän chauffiert vom Lieblingsbusfahrer Martin, der den Bus nicht nur sicher, sondern auch mit gewohntem Humor Richtung Salzburg steuerte.
Der erste Halt führte nach Rosenheim, wo man sich beim gemeinsamen Mittagessen für das bevorstehende Wochenende stärkte. Danach ging es weiter in die Berge, wo bereits die ersten Eindrücke erahnen ließen, dass man in Österreich Blasmusik noch einmal in ganz anderen Dimensionen feiert. Nach der Ankunft wurden die verschiedenen Unterkünfte im Dorf und etwas weiter oben am Berg bezogen - ein logistisches Abenteuer, das sich später noch steigern sollte.
Denn am Abend stand bereits das erste große Highlight auf dem Programm: der Auftaktabend zum Jubiläumsfest der Trachtenmusikkapelle Krispl-Gaißau anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens. Im riesigen Festzelt herrschte ausgelassene Stimmung, wie man sie bei uns nur selten erlebt. Zwischen Musik, guter Unterhaltung und geselligem Beisammensein wurde schnell klar: Hier versteht man es zu feiern.
Etwas abenteuerlich gestaltete sich anschließend allerdings die Rückkehr in die Unterkünfte. Shuttlebusse, Taxis und Fußmärsche durch die nächtliche Berglandschaft sorgten dafür, dass manche früher und andere erst deutlich später ans Ziel kamen. Der ein oder andere landete dabei gefühlt „irgendwo im Nirgendwo“ – Stoff für viele Geschichten, die noch lange erzählt werden dürften.
Der Samstag begann wettertechnisch wenig vielversprechend: Regen begleitete den Ausflug nach Salzburg. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Bei einer unterhaltsamen Stadtführung lernte die Gruppe die Mozartstadt von ihrer charmanten Seite kennen, bevor der Nachmittag gemütlich in verschiedenen Cafés und Lokalen ausklang.
Am Abend folgte schließlich der große musikalische Auftritt. Als „Vorband“ der österreichischen Gruppe „Zom g’heigt“ durfte unsere Kapelle im Festzelt auftreten. Zunächst hieß es allerdings warten,
denn jene Kapellen, die eigentlich beim Festumzug gespielt hätten – dieser fiel buchstäblich ins Wasser –, präsentierten jeweils noch einen Marsch im Zelt. Die Stimmung blieb dennoch hervorragend.
Schließlich zeigte unsere Kapelle eindrucksvoll, dass sie sich auch im „Ausland“ bestens präsentieren kann. Der Auftritt wurde mit viel Applaus belohnt und der Abend klang erneut äußerst gesellig aus
– inklusive verschiedener Absackergetränke in den Unterkünften. Dort war man ohnehin bestens versorgt: volle Kühlschränke und alles, was zu einem ordentlichen Musikerfrühstück dazugehört, ließen
keine Wünsche offen.
Am Sonntag stand zum Abschluss noch einmal ein besonders eindrucksvoller Programmpunkt an. Gemeinsam mit zahlreichen Gastkapellen wurde der Festgottesdienst auf dem Sportplatz musikalisch umrahmt.
Hunderte Musikerinnen und Musiker in Tracht und Uniform boten ein beeindruckendes Bild und sorgten für Gänsehautmomente. Unterwegs präsentierte jede Formation ihr Können beim “Defilieren”, bevor man
ins Festzelt einmarschierte.
Den würdigen Schlusspunkt setzte ein gemeinsames Mittagessen im Festzelt bei hervorragender Blasmusik, bevor schließlich die Heimreise angetreten wurde. Müde, aber voller schöner Erinnerungen kehrte die Reisegruppe nach Hause zurück.
Es war ein rundum gelungener Ausflug – geprägt von Kameradschaft, Musik und jener gelebten Tradition, wie man sie in Österreich vielerorts noch findet. Eines steht schon jetzt fest: Auf das 150-jährige Jubiläum der Trachtenmusikkapelle Krispl-Gaißau freut man sich heute bereits ganz besonders.
Gelungener Start in den Festsommer 2026
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen durften unsere Musikerinnen und Musiker gleich zwei traditionelle Veranstaltungen im Ort begleiten und lockten dabei zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen durften unsere Musikerinnen und Musiker gleich zwei traditionelle Veranstaltungen im Ort begleiten und lockten dabei zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.
Stimmungsvoller Auftakt an der Maibaumaufstellung
Den Anfang machte am Donnerstag, 30. April, die traditionelle Maibaumaufstellung in der Oeffinger Ortsmitte.
In den offiziellen Ansprachen fand das ehrenamtliche Engagement im Ort großen Anklang. Sebastian Aupperle, der 1. Vorsitzende des Gewerbevereins Schmiden-Oeffingen, dankte dem Musikverein für die verlässliche und stimmungsvolle Umrahmung. Auch Oberbürgermeisterin Gabriele Zull lobte in ihrer Rede das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten – vom Organisationsteam über die Feuerwehr und den bewirtenden Kleintierzüchterverein bis hin zu unserem Orchester. Ein charmantes Detail am Rande entging der Oberbürgermeisterin dabei nicht: Hatte die Kapelle im vergangenen Jahr noch in der prallen Sonne schwitzen müssen, durften die Musikerinnen und Musiker dieses Mal gut geschützt unter großen Sonnenschirmen Platz nehmen, was die Spielfreude sichtlich hob.
Die musikalische Leitung lag an diesem Nachmittag in den Händen des zweiten Dirigenten Stefan Gollhofer, der für den verhinderten Gunnar Dieth einsprang. Für gute zwei Stunden unterhielt das Blasorchester die vielen Gäste auf dem voll besetzten Festplatz bestens. Ein besonderes Highlight war das sehr nette Kinderpublikum vor der Bühne. Die jüngsten Festlesbesucher feierten das Spiel der Kapelle lautstark und unterstützten dabei tatkräftig den Dirigent Stefan Gollhofer – ein schönes Zeichen dafür, dass beim Musikverein bereits für den Nachwuchs von morgen gesorgt ist.
Musikalischer Dreiklang bei der Pfalaho
Am darauffolgenden Wochenende ging es direkt weiter zum Spielplatz am Hartwald, wo die traditionelle Pfalaho (Pfadfinderhocketse) stattfand. Hier präsentierte sich der Musikverein mit einem „musikalischen Dreiklang“ und zeigte die gesamte Bandbreite seiner Nachwuchs- und Orchesterarbeit.
Den Anfang machte die Bläserklasse, das Kooperationsprojekt des Musikvereins mit der Oeffinger Schillerschule. Unter der Leitung von Stefan Gollhofer zeigten die Kinder der 2. bis 4. Klassen stolz, was sie in den vergangenen Monaten gelernt haben, und ernteten dafür reichlich Applaus. Direkt im Anschluss übernahm die Jugendkapelle, ebenfalls unter der Dirigentschaft von Stefan Gollhofer, die Bühne. Das junge Ensemble hatte ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet und überzeugte das Publikum, welches lauthals Zugaben einforderte. Dieser Wunsch wurde natürlich gerne erfüllt.
Den harmonischen Schlusspunkt des Nachmittags setzte das große Blasorchester, das bei diesem Auftritt wieder unter der Leitung von Gunnar Dieth stand. Das breit gefächerte Repertoire reichte von traditioneller Blasmusik bis hin zu modernen Arrangements. Immer wieder ein Highlight sind hierbei die Soli: Stefan Gollhofer und Benedikt Storz glänzten mit dem Tenorhorn-Solostück „Die zwei Weggefährten“. Bei dem Stück „Die zwei Lausbuben“ harmonierten Stefan Gollhofer am Tenorhorn und Niko Thiem am Flügelhorn perfekt miteinander. Ein sehr mitreißendes und unterhaltsames Stück, welches bereits zum festen Repertoir der Kapelle gehört, ist das Stück “Der Böhmische Traum”, bei dem ein Großteil der Musikerinnen und Musiker vor der Bühne aufspielen.
Mit der tollen Resonanz an diesem Wochenende im Rücken blicken unsere Musikerinnen und Musiker nun voller Vorfreude auf die weiteren Termine im Festsommer 2026.
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